Hallo ihr!

Ich bin’s wieder: euer Aiko.

Das mit dem heimlich Tablet wegschleppen ging natürlich nicht so glatt, wie ich mir das gedacht hatte… die Zmaj hat mich erwischt. Und gleich mal beiseite genommen. Sie hat mir von ihrem Blog von früher erzählt und versprochen, mir beim Schreiben zu helfen. Ich hab den Eindruck, die ist gar nicht so bös‘ drum, wenn ich ihr das abnehm…

Natürlich ist damit auch gleich „Schweigegeld“ verbunden, damit sie mich nicht bei Katrin verpetzt… die Zmaj weiß schon, wie’s geht…

Jedenfalls soll ich jetzt erstmal ihr Versprechen einlösen und uns Vierbeiner hier im Blog alle nacheinander vorstellen. Super: Kaum haste Spaß an was, kriegste Hausaufgaben.

Scheint bei Menschenkindern ja nicht anders zu sein… andere Story.

So schlimm sind meine „Hausaufgaben“ aber gar nicht. Ich darf euch nämlich zu allererst meine allerliebste Lieblings-Omi vorstellen. Also sie ist nicht meine richtige Oma, aber sie ist auch ein Briard und halt schon was älter.

Oma Maya hat mir erzählt, dass sie im Januar 2014 geboren wurde und auch, so wie ich jetzt, als Welpe in eine liebe Familie kam und dort auch über fünf Jahre gelebt hat. Irgendwas muss da aber zwischendurch dann ganz doll schief gelaufen sein, da redet sie nicht drüber…

Jedenfalls musste sie dann da weg, weil sie und ihre Familie Schwierigkeiten in der Kommunikation und dem gegenseitigen Achten von Bedürfnissen hatten. Maya tut das alles sehr leid, aber sie hat sich damals nur damit zu helfen gewusst, Menschen zu beißen, um ihnen ihre Bedürfnisse klar zu machen. Auch Kinder. Scheinbar hat auf ihr höfliches „bitte nicht“ und später auch auf ihr Knurren niemand richtig reagiert. So hat sie schließlich aufgehört zu warnen und Fakten geschaffen, wie sie sagt. Ziemlich heftig. Mit Zähnen…

Sie hatte noch zwei Vermittlungsversuche (und hat da auch nochmal gebissen…) und zwei längere Aufenthalte in einer Hundepension wo es so Zwinger mit Schiebern gab, bevor sie dann (vor inzwischen fast sechs Jahren) hier in den Hundewald kam.

Hier hat „Briard in Not“ eine entscheidende Rolle gespielt, denn ohne die Internetseite des BCD hätte Katrin gar nicht gewusst, dass es Maya gibt.

Und wenn Maya mir ihre Geschichte nicht erzählt selbst hätte, dann hätte ich sie nie im Leben geglaubt.

Maya lebt hier heute als Oma-Inventar/ Wachhund a.D. ein ganz beschauliches Leben in ihrem ganz eigenen Tempo. Sie schläft bei jeder Gelegenheit mit im Bett, kuschelt unheimlich gern (sogar mit mir, wenn ich mich ganz lieb und ruhig daneben lege) und ist ein wirklich netter Hund. Nur, wenn wir hier fremde Menschen da haben (die nennen sie hier Praktikanten), dann trägt Maya einen Maulkorb.

Auch wenn sie schon „in Rente“ ist, spielt sie doch immer noch eine große Rolle in unserem Alltagsleben als Hundegruppe. Sie ist der ruhende Pol, Also einer davon… der andere ist Zmaj. Die ist der noch ruhendere Pol. Die bewegt sich glaube ich nur, wenn’s was zu Essssss… ähm ich tipp mal besser was anderes weiter… ich werde grade von einem Drachentier ziemlich böse angestarrt… (Wer es noch nicht wusste: „Zmaj“ ist das kroatische Wort für Drache).

*Schluck…* … kleines Primatengrinsen … ich hab‘ nix gemacht…

Puh! Grade nochmal gut gegangen! Mit Zmaj sollte ich es mir wohl besser nicht verscherzen. Da hilft mir auch keine Maya.

Die schläft gerade friedlich in der Küche.

ist schon schön so ein langes Wochenende…

Bis bald, euer Aiko.